Ist fair gehandelte Mode sinnvoll?

Für uns scheint es eine kleine Sache zu sein, ein Shirt oder ein Kleid aus ökologischer oder konventioneller Baumwolle auszuwählen.

Aber am anderen Ende der Kette kann es einen großen Unterschied machen. Der Umwelteinfluss von Mode ist etwas, dass unser aller Anliegen sein sollte. Klar ist, dass die Umweltspuren, die Mode hinterlässt, nicht nachhaltig sind. Die Beweise sind überwältigend. Ein Beispiel ist der britische Kleidungs- und Textilsektor, der alleine aktuell rund 3,1 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid, zwei Millionen Tonnen Abfall produziert und 70 Millionen Tonnen Wasser pro Jahr vergeudet – wobei 1,5 Millionen Tonnen ungewollter Kleidung und Textilien pro Jahr auf der Mülldeponie landen. Das bedeutet jeder von uns wirft im Durchschnitt 30 Kilo pro Jahr weg.

Fair spielen

Wir müssen weniger Mode konsumieren und unsere Kleidung länger tragen, während die Stoffe und Kleidungsstücke die wir kaufen einen höheren „Mehrwert“ haben müssen – durch die Weiterverarbeitung zu Kleidung kommt dies nicht nur den Bauern, sondern auch so viel wie möglichen Handwerkern zu Gute.

Menschen zerstören die Umwelt von der sie abhängig sind nur dann, wenn sie keine Alternative sehen. Hier kann fairer Handel einen großen Unterschied machen..

Fairer Handel erfordert eine langfristige Sichtweise, als auch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Produzenten, und befähigt Kommunen in Umweltmaßnahmen zu investieren und sich zu wandeln. Das Konzept von Fair Trade erkennt, dass Bauern, wenn sie die Möglichkeit haben, die Umwelt durchaus beschützen.

Letztendlich, warum sollten Menschen, deren Leben so sehr von den Ressourcen ihrer natürlichen Umgebung abhängt, ihre Umwelt zerstören. Die Antwort ist, sie tun es nur dann, wenn sie dazu getrieben werden, durch niedrige Preise, unfaire Handelsbedingungen und der Ungewissheit woher die nächste Mahlzeit für ihre Kinder herkommen soll. Sie machen es nur dann wenn es keine andere Alternative zu geben scheint.

Doch Alternativen gibt es im Modebereich immer mehr: Das Portal von Fair Trade Kleidung stellt viele Fair Trade Marken wie Bleed, People Tree, Treu oder Continental Clothing vor, die reinen Gewissens und auch einfach online bestellt werden können. Mehr dazu zB unter http://www.fairtradekleidung.org/bleed.

Alles hat seinen Höchststand erreicht

Fair Trade, soziale Gewerbe und neue Ökonomen zeigen uns den Weg, wie wir die Umwelt schützen können und dabei den Armen helfen für sich selbst zu sorgen.

Ökologische Landwirtschaft produziert pro Jahr 1,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Acker.

Die ökologische Landwirtschaft und auch der Prozess zu dieser ist von großer Bedeutung, da sie den geringeren Einsatz von Chemikalien unterstützt.

Polyester, die weitestgehend genutzte Faser, wird aus Petroleum hergestellt. Die Erzeugung hiervon und anderen synthetischen Fasern ist ein Energie aufwendiger Prozess, der große Mengen von Erdöl erfordert und Millionen Tonnen von CO2 freigibt.

Bevor es zu spät ist, müssen wir durch die schwindenden Ölressourcen jetzt Alternativen finden zu öl-intensiven Landwirtschaftsmethoden.

In dem indischen Staat Gujarat hat ökologische und fair-gehandelte Baumwolle geholfen den Wasserverbrauch um über 60% zu senken.

Wasser ist eine weitere unverzichtbare Ressource, die durch die Modeindustrie zu sehr verbraucht wird. Konventionell angebaute Baumwolle ist eine der meist wasserverbrauchenden Ernte. Ein Shirt mit konventioneller Baumwolle verbraucht über 2000 Liter Wasser in der Herstellung. Durch Unterstützung der Bauern, die in Tropfbewässerung investiert haben, hat ökologisch- und fair- gehandelte Baumwolle geholfen im indischen Staat Gujarat den Wasserverbrauch um über 60% zu reduzieren.