B Corps sind in Mode

Jeder von uns hat eine ungeheure Einflussnahme wenn es darum geht, welche Entscheidungen wir treffen. Wenn wir uns vereinigen, können wir mit dieser Macht einen echten Unterschied bewirken. Diese Worte besagen, unser Einfluss ist weitreichend und groß, wird aber zurückgehalten durch Regierungen und Unternehmen. Daraus resultiert die Wichtigkeit der – nicht neuen, aber dennoch weitgehend unbekannten – B Unternehmen. „B“ steht für Benefit, ein Unternehmen erhält diese Zertifizierung sobald sie „den strengen sozialen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird, als auch denen von Verantwortung und Transparenz „. Dies ist festgelegt durch B Lab, die gemeinnützige Organisation welche die Zertifizierung entwickelt hat. Mehr darüber findet ihr auf deren Internetseite. Erfolg muss betriebswirtschaftlich neu definiert werden – das ist das Ziel; quer durch die ganze Bandbreite der Industrie.

Die neue „benefit corporation“ – gewöhnlich bezeichnet als B Corp – entwirft die Rahmenbedingungen für Unternehmen, damit die wahren sozialen Ziele bestehen bleiben. Zur Qualifizierung als B Corp muss eine Firma einen explizit sozialen oder umweltbedingten Auftrag erfüllen. Sie muss rechtsverbindlich und treuhänderisch Verantwortung für die Interessen der Arbeiter, der Kommunen, der Umwelt und auch den Aktieninhabern gegenüber übernehmen. Die sozialen und umweltbedingten Auswirkungen müssen öffentlich unabhängig nachprüfbar sein. Davon mal abgesehen läuft alles wie gewohnt ab.

Das erste Modeunternehmen und die fünfte gegründete B Corp war Indignous Designs. Für gemeinsamen Erfolg hat sich Indigenous Design mit Peruvian artisans zusammengeschlossen. Zusammenarbeit mit den Organisationen ermöglicht Ausbildung, Finanzierung und Bildung, es ist möglich die finanziellen Interessen des Unternehmens mit denen der Handwerker zu verflechten. Nachdem Matt Reynolds, Präsident von Indignous Design, die sich anbahnende Vision, Planung und Gemeinschaft von B Corp gesehen hat, wollte er alle Interessensgruppen in sein
Kapitalgesellschaftsrecht einbinden und beschützen, dies dient zur Absicherung der Unternehmensintegrität und -legalität.

Dieser Bewegung beitretend, wurde Patagonia das erste Unternehmen in Kalifornien welches
den Antrag auf Benefit Unternehmen stellte. Das in Kalifornien niedergelassene Unternehmen machte letztes Jahr einen Gewinn von 500 Millionen US Dollar. Nach vierzig Jahren traditioneller Unternehmensführung, hat sich Patagonias Gründer entschieden, dass es Zeit für einen Wandel war. Patagonias Gründer Yvon Chouinard: „In 5 oder 10 Jahren von jetzt an werden wir zurück gucken und sagen, dass war der Beginn einer Revolution. Das existierende Musterbeispiel funktioniert nicht, dies ist die Zukunft. Im Herbst wird Patagonia eine ökonomisch verantwortungsbewusste Kampagne starten die Umsatz, Zahlen und Konsum hinter sich lässt, und sich stattdessen ausrichtet nach der Natur und der Lebensqualität in Bezug auf Wohlstand.

Modeunternehmen sind in guter Gesellschaft mit change.org, Methode Produkts, Incs and more.
Aktuell bestehen 728 Unternehmen in 26 Ländern, mit 60 unterschiedlichen Industrien und Alle mit dem dem selben vereinigenden Ziel, die sozialen und umweltbedingten Probleme zu lösen. Um sich als B Corp zu qualifizieren muss ein Unternehmen zunächst 80 (von 200) Punkten verdienen, basierend auf deren Regierung, Arbeitern, Kommunen und Umwelt. Im Anschluss zu einer Zusammenstellung von Bedingungen zustimmen und eine Unabhängigkeitsvereinbarung unterschreiben – der letzte Punkt hiervon besagt
„wir sind abhängig voneinander und deshalb verantwortlich für einander, unsere Zukunft und Generationen“.
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